Skudden Schaf Zucht

I.  Skudden - Zucht  - allgemein

Die Skudde gilt als kleinste einheimische Schafrasse.

Nach den beiden Weltkriegen war sie so gut wie verschwunden und somit vom Aussterben bedroht.

Mehrere Quellen weisen darauf hin, dass in inzuchtminimierendem Erhaltungsbestreben an verschiedenen Standorten andere Schafrassen zur "Blutauffrischung" Eingang gefunden haben, wodurch die Varianz der Merkmalsausprägungen zu nahm.

IGW-Berlin-Schaubild

Frau O. Humpert hat es am Ende eines  Skudden-Artikels ( 2008)  so formuliert:

     "... Mit Inzucht hat die Rasse heute aufgrund vielfacher Einkreuzung in früheren Jahren kaum Probleme im Vergleich zu anderen bedrohten Landschafarten - für die Skudden ist es wichtig, dass ihre Züchter und Halter sich mehr auf rassetypische Merkmale konzentrieren ..." - "..., vorhandene rassefremde Einflüsse von der  Zucht ausschließen (merzen!) und vor allem keine weiteren Einkreuzungen mehr zulassen!" möchte man ergänzen. 

 

weiße Skudden

Wichtig wäre auch heute noch zu wissen: Welche Rassen waren bei der "vielfachen Einkreuzung" eingesetzt worden? Und in welchem Umfang? Welche Eigenschaften könnten sie in die "ursprüngliche" "alte" Skudde eingebracht haben? ...

Das eingängige Wort "Skudde" ... war mancherorts ein Synonym  für "Schaf" - insbesondere für anspruchsarme und "nicht so bedeutende kleinere Schafe", ein Sammelbegriff für "vermischte", "rasselose" "ostpreußische Landschafe" unterschiedlicher Couleur in offiziellen Amtsstatistiken: "Als Skudden bezeichnet werden die Echte Skudde, das Langschwänzige Ostpreußische Landschaf und das Rauhwollige Pommersche Landschaf ..." (Kirsch, 1926).

Skuddenböcke in Brandenburg

In ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet verstand man unter "Skudy" oder "Skudnyy" ärmliche, raue Schafe. Das russische Wort "cкудный" bedeutet auf deutsch "armseelig, dürftig".